2160 TZO
Friedhofscafé Trauerseelsorge
Neubau, Ostfriedhof München








Friedhofscafé Trauerseelsorge
haus am ostfriedhof
Machbarkeitsstudie, Antrag auf Vorbescheid, Entwurfsplanung, Ausführungsplanung, Leitdetails
Ostfriedhof
München, 2018, 2020–2024
Das „haus am ostfriedhof“ ergänzt in seiner Gestaltung, Formensprache und Materialität die vorhandene denkmalgeschützte Bebauung der Aussegnungshalle und des Urnenhauses und nimmt die bestehenden Wege, Achsen und Beziehungen des Ostfriedhofs auf. Das neue Haus formuliert den Übergang zwischen städtischem Raum und Friedhof und fügt sich ruhig und selbstverständlich in das gesamträumliche Gefüge ein.
Der prägnante Baukörper mit dem großen, archetypischen Satteldach vermittelt im Sinne der inneren Funktion ein Gefühl von Geborgenheit, Zuversicht und Schutz. Die Räume im Inneren wiederholen das
übergeordnete Motiv und versammeln sich mit ihren unterschiedlichen „Dachformen“ (Walmdach, Zeltdach) als Häuser im Haus, als Einheit unter einem Dach. Präzise gesetzte Fensteröffnungen rahmen die Ausblicke auf das Grün des Friedhofs, natürliche Materialien wie Eiche, Lehmputz etc. vermitteln Ruhe und Wertigkeit.
Die akzentuierende Dachlaterne belichtet die in die Gebäudegestaltung integrierte Lichtkunst und weist auf den besonderen Charakter des Hauses hin. Im Bereich dieser „Lichtvertikalen“ entstehen vielfältige und spannungsvolle Raumsituationen die über Deckenöffnungen, in unterschiedlicher Intensität, das Leitmotiv des Lichts über alle Geschosse thematisieren und spürbar machen. Es entstehen besondere Orte der Erinnerung und Trauer sowie zur Begegnung, geselligen Zusammenkunft und interkonfessionellen Seelsorge. Das Café wird als inklusiver Betrieb geführt. Als lebendiger Ort in einem offenen Haus.
B: EOMUC, München